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Vorgeschichte der Gründung

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Vorgeschichte der Gründung

Die „Josefs-Gesellschaft für Krüppelfürsorge e.V.“, gegründet 1904 in Bigge, bemüht sich in ihren Gründerzeitjahren auch um eine Niederlassung in Köln. Rektor Sommer, der sogenannte „Krüppelvater und Gründer der Josefs-Gesellschaft“, beginnt bereits 1909 mit den Vorbereitungen eines Klinikbaus in Köln.Foto: Anaesthesie Großen Anteil an diesen Plänen für eine Klinik in Köln hatte ein Kölner Chirurg, Prof. Bardenheuer, der ebenfalls zu den Mitbegründern der Josefs-Gesellschaft zählt und 1904 in den ersten Vorstand der Josefs-Gesellschaft gewählt wird.
Im Jahre 1906 macht er eine namhafte Spende von 30.000 Mark zum Ausbau einer orthopädischen Klinik in Köln. Er ist es ebenfalls, der die ersten Baupläne für das Josefsheim Bigge (die Gründungseinrichtung der Josefs-Gesellschaft) entwickelt. Ein Mann mit zukunftsweisenden Ideen: er regt an, das Haus ebenerdig zu bauen, damit alle Wohnungs- und Arbeitsräume für die körperbehinderten Menschen zugänglich sind.

Geheimrat Tilmann, Professor der Chirurgie in Köln und Nachfolger von Prof. Bardenheuer, schafft auf Anregung vom Architekten und späteren Grundstückssponsor Eduard Custodis einen Ausschuss, der die Bauvorbereitungen einer Kölner Klinik durch Sammlungen bei den Kölner Bürgern erfolgreich unterstützt. Wegen des Krieges und der Inflation stellt man das Bauvorhaben jedoch zurück. 1918 werden zunächst Räume in Köln-Ehrenfeld gemietet, um mit der Heilung und Pflege von körperbehinderten Menschen zu beginnen. So entsteht das Vinzenzheim in Köln-Ehrenfeld. Die Klinik wird am 17.12.1918 mit fünf Kindern eröffnet. Ein Schüler von Geheimrat Tilmann, Dr. Albert Wiemers, der später auch das Eduardus-Krankenhaus leitet, übernimmt die ärztliche Betreuung.

Foto: Anaesthesie 1920 wird das Preußische Krüppelfürsorgegesetz im Preußischen Landtag geschaffen. Dies macht die ärztliche Behandlung zur Aufgabe der öffentlichen Fürsorge. Der Bedarf an orthopädischen Krankenbetten steigt wesentlich an. In vielen Orten Deutschlands werden orthopädische Kliniken ins Leben gerufen. 

Am 18.05.1926 feiert das Eduardus-Krankenhaus in Köln-Deutz Einweihung. In den folgenden Jahren blüht das Haus unter der Leitung von Dr. Wiemers auf und gilt als eine „anerkannte Zentrale für Krüppelfürsorge im ganzen Oberbergischen Land.“

Die mittlerweile 108 sogenannten „Pfleglinge“ aus der Köln-Ehrenfelder Klinik kommen 1928 in die inzwischen eingerichtete orthopädische Klinik im Heinrich-Haus in Engers/Neuwied, da das Vinzenzheim am 18.9.1928 endgültig geschlossen wird.

 

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