18.04.12 11:40 Age: 1 year
Category: Eduardus-Krankenhaus Pressemitteilungen

Sicherheit für medizinische Versorgung

Kölner Krankenhäuser fordern Kürzungsstopp für Gesundheit



Die Kölner Krankenhäuser versorgen jährlich über 260.000 Patienten stationär und sind Garant für die hochwertige medizinische Versorgung in der Rheinmetropole. Der Umfang der Versorgungsmöglichkeiten wird allerdings durch stetige Kürzungen im Gesundheitsbereich massiv bedroht. Daher protestieren die Kölner Krankenhäuser gemeinsam gegen weitere Einschnitte und fordern mehr Geld für die Gesundheit.

Bereits seit Jahren zieht sich das Land NRW aus der Finanzierung zurück. In den vergangenen 20 Jahren wurde die Investitionsförderquote in NRW um über 44 Prozent gekürzt,  sodass allein in Köln ein millionenschwerer Investitionsstau entstanden ist. Dieser sorgt dafür, dass wichtige medizinische Neuerungen zurückgestellt und bauliche Modernisierungen verschoben wurden. Gleichzeitig sinken die Verweildauern der stationären Patienten stetig. Im vergangenen Jahr dauerte die Behandlung in einem Kölner Krankenhaus nur durchschnittlich 6,5 Tage.

Nun belasten die aktuellen Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst deutlich den Klinikbetrieb. Denn sie können von den Krankenhausträgern nicht gegenfinanziert werden. „Entweder die Kostenträger gestehen uns mehr Geld für Personal zu oder wir müssen deutliche Stellenkürzungen vornehmen“, so ein Klinikexperte. Denn die Verantwortlichen möchten die Krankenhausmitarbeiter grundsätzlich nicht von der Lohnentwicklung abkoppeln.

Wir fordern: Die überzogenen Sparmaßnahmen müssen ein Ende haben!

Personalkostensteigerungen sowie der deutliche Preisanstieg insbesondere für Energie- und Sachkosten belasten die Kölner Krankenhäuser erheblich. Eine Weitergabe der Kosten an den Kunden ist aber im Gesundheitsbereich nicht möglich. „Die Politik lässt hier die Krankenhäuser und ihre Beschäftigten im Stich“, kritisieren die Verbände wie die KGNW (Krankenhaus Gesellschaft Nordrhein-Westfalen). Zumal entgegen der damaligen Prognose die GKV (Gesetzliche Krankenversicherung) bis heute Milliarden Euro Überschüsse erzielt hat. Davon aber kommt bei den Leistungserbringern in Medizin und Pflege nichts an.

Daher die einstimmige Forderung aller Kölner Krankenhäuser: Medizinische Sicherheit braucht sichere Finanzierung. Dafür soll sich die künftige Landesregierung stark machen und sich in Berlin einsetzen.


Gemeinsame Pressemitteilung der Kölner Krankenhäuser:
Universitätsklinikum Köln (AöR) • Kliniken der Stadt Köln gGmbH  • Stiftung der Cellitinnen zur hl. Maria  • Stiftung der Cellitinnen e.V. • Malteser Krankenhaus St. Hildegardis • Evangelisches Krankenhaus Köln-Weyertal • St. Elisabeth-Krankenhaus GmbH • Dreifaltigkeits-Krankenhaus • Eduardus-Krankenhaus • Krankenhaus Porz am Rhein


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