Schulter
Infolge unseres Schwerpunktes Rheuma sind insbesondere Erkrankungen der Schulter ein häufiges Behandlungsziel.
Können konservative Therapien nicht mehr greifen, erfolgen bei degenerativen oder entzündlichen Veränderungen Operationen, die eine Wiederherstellung der Schultermuskulatur zum Ziel haben bzw. eine Entlastung (sog. Impigment-OP.). Dabei werden entzündlich veränderte Schleimbeutel entfernt oder Knochenkanten geglättet. Je nach Situation des Patienten sowie Ausmaß der Erkrankung können Operationen ambulant erfolgen.
Bitte besprechen Sie Einzelheiten mit uns.
Bei ausgeprägten Veränderungen, ebenso nach Rheuma, ob durch entzündliches oder degeneratives Rheuma wird gelegentlich ein Gelenkersatz erforderlich sein. Die Schulterprothetik erfährt aufgrund stetig besser werdenden Materialien und Prothesendesigns und zunehmender OP-Erfahrung immer bessere Ergebnisse.
Verschiedene Arten von Schulterprothesen konnten in den letzten Jahren entwickelt werden. Der Vorteil besteht in einer großen Vielfalt und Anpassungsfähigkeit an die vorgegebene anatomische Situation.
Abb. 1: Schulteroberflächenprothese zementfrei (Biomet, Copeland ©)
Ist die Gelenkkugel beispielsweise erhalten, können die Anatomie kaum
verändernde Oberflächenprothesen (s. Abb. 1) zur Anwendung kommen. Schaftprothesen (s. Abb. 2) kommen zur Anwendung, wenn der Oberarmkopf schon fortgeschritten zerstört ist.
Die Abbildung zeigt konventionelle, sowie alternative Modelle.
Abb. 2: Schaftprothese (Cofield II ©)
In unserer Abteilung werden seit nunmehr über 15 Jahren Jahren erfolgreich
Schulterprothesen implantiert.
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Ellenbogen
Neben den nicht-operativen Therapien beraten wir über Operationen des Ellenbogengelenkes. Ist die Anatomie erhalten werden Gelenkspiegelungen, sog. Arthroskopien als minimal-invasive Verfahren angewandt.
Gezielt werden die Ursachen von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen angegangen. So können beim Rheumatiker die entzündete Schleimhaut oder Folgen der Entzündung z. B. freie Gelenkkörper durch dieses Verfahren effektiv therapiert werden.
Ebenfalls mikrochirurgische Techniken kommen beim sog. ‚Tennisellenbogen' oder bei Nervenengpasssyndromen zur Anwendung.
Im Fall der fortgeschrittenen Arthrose, bedingt durch Entzündungen oder ähnlichen gelenkzerstörenden Ursachen, werden Teilprothesen (z. B. Speichenköpfchenprothesen) oder Ganzprothesen (s. Abb. 3) als Gelenkersatz eingesetzt.
Kunstgelenke im Ellenbogenbereich wurden bereits vor 16 Jahren an unserer Klinik
eingeführt.

Abb. 3: Ellenbogenprothese (GSB III ©)
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Hand, Finger
Die Hand stellt für den rheumatologisch Tätigen sicherlich eine Herausforderung dar (s. Abb. 4). Im Vordergrund steht hier die Wiederherstellung der Funktion und die Reduktion der Schmerzen.
Von entscheidender Bedeutung ist die Beratung, um über die Dringlichkeit der Behandlung, gegebenenfalls der Operation zu entscheiden. So mag in bestimmten Situationen nur die baldige Operation einen Riss einer Sehne verhindern. Diese Beratung erfolgt entsprechend ausführlich in unseren Sprechstunden.

Abb. 4: luxiertes, rheumatisches Handgelenk
Mittel, um die oben genannten Ziele zu erreichen, können Eingriffe an Weichteilen, Knochen und Gelenken sein. So kann eine Handgelenksteil- oder eine komplette Handgelenksversteifung (s. Abb. 5 & 6) die Kraft deutlich verbessern, da nunmehr die Schmerzen reduziert sind. Dieses ist die Vorraussetzung für einen kraftvollen Faustschluss.

Abb. 5: Handgelenksversteifung nach Mannerfeldt

Abb. 6: Handgelenksversteifung mit Platte
Um Versteifungen zu vermeiden bietet sich befundabhängig die Möglichkeit die Implantation eines Kunstgelenkes an. Wir verwenden bei uns eine Handgelenksprothese, die von Prof. Meuli, Schweiz, entwickelt wurde. Seit nahezu 20 Jahren wird diese Prothese implantiert und weiterentwickelt (s. Abb. 8).

Abb. 7: Scaphoid-Spacer

Abb. 8: Handgelenksprothese nach Prof.
Meuli (Firma Zimmer™)
Ebenfalls große Erfahrungen bestehen bei uns in der Verwendung verschiedener Fingergelenksprothesen (s. Abb. 9, 10, 11). Wegen der großen Fallzahl begleitet unsere Abteilung die Studie und Markteinführung einer neuartigen Titan-Grundgelenksprothese (Elogenics (c),s. Abb. 9), die nun seit Anfang 2005 zur Verfügung steht.

Abb. 9: Elogenics © MCP 2-5

Abb. 10: Neuflex © MCP 2-5

Abb. 11: Ascension PIP 2 & 4, Condylar Daumensattelgelenk
Die Durchführung weiterer handchirurgischer Eingriffe bei rheumatischen Erkrankungen und auch unabhängig hiervon wird in unserer Abteilung angeboten, so die Behandlung von Daumensattelgelenksarthrosen (Rhizarthrose), Arthrosen der Fingergelenke (Heberden, Bouchard), Engpasssyndrome (Karpaltunnel), sowie weiteren Kompressionserkrankungen peripherer Nerven. Der Schmerzreduktion dienen weiter denervierende Operationen (Denervierung nach Wilhelm). Faszienerkrankungen im Rahmen des Morbus Dupuytren (Fuß: Morbus Ledderhose) werden so nötig operativ versorgt.
Ein wesentlicher Bestandteil der Therapie der rheumatisch, degenerativ erkrankten Hand ist die
Ergotherapie.
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Hüfte
Die Behandlung von entzündlichen und nicht-entzündlichen Hüftgelenkserkrankungen beginnt mit der Beratung über diagnostische Möglichkeiten. Ein großer Anteil von benötigter Diagnostik kann unmittelbar in unserer Klink erfolgen. Es folgt anschließend die Beratung in unserer Sprechstunde über konservative und operative Alternativen.
Zumeist werden die konservativen Therapien durch den zuweisenden Kollegen durchgeführt. Wir bieten, sofern die konservative Therapie an Grenzen stößt, operative Behandlungen an.
Ein Teil der möglichen Behandlungen wird im Folgenden aufgelistet. Einzelheiten zum Vorgehen sollten stets im Gespräch abgestimmt werden.
- Umstellungsoperation am Schenkelhals (gelenkerhaltende Operation, z.B. ITO - intertrochantäre
Umstellungsosteotomie)
- Verschiedene Operation bei Hüftkopfnekrosen
- Hüftendoprothetik zementiert und zementfrei (s. Abb. 12)
- Revisionseingriffe, Wechseloperationen bei liegender Hüftprothese (s. Abb. 13)

Abb. 12: zementfreie Hüft-TEP (SL-Plus(c),
Endoplus™)

Abb. 13: gebrochener Prothesenhals links bei Hüft-TEP bds.
Die Hüftendoprothetik hat in unserer Abteilung einen festen Platz. Die Verwendung zementfreier Implantate ist Standard. Gleichsam fanden zementfreie Prothesen in den letzten Jahren bei Wechseloperation zunehmende Verwendung.
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Knie
Die Behandlung von entzündlichen und nicht-entzündlichen Kniegelenkserkrankungen beginnt mit der Beratung über diagnostische Möglichkeiten. Ein großer Anteil von benötigter Diagnostik kann unmittelbar in unserer Klink erfolgen. Es folgt anschließend die Beratung in unserer Sprechstunde über konservative und operative Alternativen.
Zumeist werden die konservativen Therapien durch den zuweisenden Kollegen durchgeführt. Wir bieten, sofern die konservative Therapie an Grenzen stößt, operative Behandlungen an.
Abhängig vom Umfang der Erkrankung, sowie den häuslichen Möglichkeiten, werden Behandlungen ambulant oder stationär durchgeführt.
Ein Teil der möglichen Behandlungen wird im Folgenden aufgelistet. Einzelheiten zum Vorgehen sollten stets im Gespräch abgestimmt werden.
- Gelenkspiegelungen (Arthroskopie), hierbei Wiederherstellung rheumatisch oder degenerativ bedingter Schäden (Knorpel, Meniskus)
- Synovektomie, arthroskopisch oder offen
- Die Beinachse korrigierende Operationen (Umstellungsosteotomie, suprakondylär, valgiesierend, varisierend, Coventry)
- Operation an Zysten (z.B. Bakerzyste)
- Kniegelenksprothesen, Teilprothesen (unicondyläre Schlittenprothesen, Abb. 14), Vollprothesen (Oberflächenprothesen, Abb. 15)
- Wechseloperation, Austausch einer Knieprothese gegen ggfs. eine Spezialprothese (gekoppelte Prothesen).

Abb. 14: Hemischlittenprothese, unikondyläre Prothese

Abb. 15: Knieoberflächenprothese (Genesis
II ©)
Bei der Knieendoprothetik ist jeweils zu klären, ob ein Navigationsgerät zum Einsatz gelangt, oder ob minimalinvasive Verfahren sinnvoll sind. Ein routinemäßige Anwendung ist nicht sinnvoll. Roboter unterstütze Operationen werden von uns nicht angewandt. Sie gerieten in der Vergangenheit in zunehmende Kritik.
Die heutige Standardprothese, die so genannte Oberflächenprothese, wurde in unserem Haus
vor über 15 Jahren eingeführt.
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Fuß, Sprunggelenk, Zehen
Die Fußchirurgie erlebte in den in den letzten Jahren einen ungeheuren Aufschwung. Unser Team ist in den beiden namhaften Gesellschaften für Fußchirurgie vertreten.
Sprunggelenk
Beginnen wir ‚oben' am Fuß so entstehen viele Krankheiten am Sprunggelenk durch Entzündungen, die verschiedenste Ursachen haben können.
Operativ erfolgen Arthroskopie und offene Gelenkoperationen. So erfolgen in diesem minimal-invasiven Verfahren die Entfernung der entzündlichen Gelenkschleimhaut, so wie Knorpelplastiken und Entfernung von freien Gelenkkörpern oder störenden Knochenvorsprüngen.
Prothesen am oberen Sprunggelenk werden sicherlich weitaus seltener eingesetzt als Kunstgelenke am Knie oder der Hüfte. Ein Grund hierfür liegt in der grösseren Unempfindlichkeit des Sprunggelenkes gegenüber Schäden. Die Kunstgelenke für das obere Sprunggelenk sind seit langem im Einsatz und die vorliegenden Statistiken über die Haltbarkeit lassen ähnlich gute Ergebnisse wie in der übrigen Endoprothetik vermuten.
Sind zahlreiche Gelenke des Rückfußes schwer erkrankt, eine nicht seltene Situation des Rheumatikers, werden häufig gelenkversteifende Operationen sog. Arthrodesen erforderlich. Wiewohl das Wort Versteifung abschrecken kann, sind die erfolgreich behandelten Patientinnen und Patienten überaus zufrieden. Arthrodesen des Rückfußes erfolgen in unserer Abteilung schwerpunktmäßig. In der Regel übernehmen benachbarte Gelenke die Funktion oder es wird auf individuell angefertigte Schuhe zurückgegriffen. Der reibungslose Ablauf bei der Anfertigung wird durch die enge Zusammenarbeit mit unserer
Orthopädischen
Werkstatt bzw. dem Orthopädieschuhmacher gewährleistet.
Weitaus unkomplizierter ist die Nachbehandlung bei Operationen an den Zehen
Neben kosmetischen Aspekten wird hier die Funktion und die Verminderung der Schmerzen der fehlgeformten Zehen in den Vordergrund gerückt.
Gut 15 verschiedene Operationsabläufe (z.B. Chevron / Austin, Akin (s. Abb. 17), Weil, Scarf, Tillmann und Arthrodesen (s. Abb. 16), Resektions-Interpositionsplastiken, Basisosteotomien, Hohmann) gewährleisten ein Höchstmass von Anpassung an die vorliegende Situation.

Abb. 16: Rheumafuß, Arthrodese und OP n. Tillmann

Abb. 17: OP nach Chevron und Akin
Aufwändige Operationen ermöglichen baldige Belastung der stellungskorrigierten Zehen. Häufig können Operationen ambulant erfolgen. Dieses orientiert sich jedoch an verschiedenen Faktoren, so z. B. auch der häuslichen Möglichkeiten. Kunstgelenke kommen im Vorfußbereich beim Grundgelenk der Großzehe zur Anwendung (s. Abb. 18). Sie bleiben jedoch nur wenigen Erkrankungsbildern vorbehalten.

Abb. 18: Großzehengrundgelenksprothese (Toefit ©)
Aufgrund unseres Schwerpunktes kommen bei rheumatischen Erkrankungen weitere Behandlungsstrategien zur Anwendung, Einzelheiten sollten stets in unserer Sprechstunde geklärt werden.
Selbstverständlich werden soweit nötig Weichteiloperationen an Nerven(z. B. Tarsaltunnel), Sehnen (z. B. Synovektomien, Achillessehnen) oder Faszien (M. Ledderhose), bei Fersensporn oder Haglundferse durchgeführt.
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