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Anästhesie  

Die Anästhesiesprechstunde

Foto: Anaesthesie Vor einer Operation findet ein Aufklärungsgespräch mit dem Narkosearzt statt. Dabei geht es vor allem darum, eventuelle gesundheitliche Probleme abzuklären, die sowohl den Verlauf der Narkose als auch die Wahl des Narkoseverfahrens beeinflussen können. Dabei hilft auch der Fragebogen, den Sie vor dem Gespräch ausfüllen. Ihr Narkosearzt wird Sie gründlich körperlich untersuchen und Ihnen im nachfolgenden Gespräch unter Berücksichtigung vielleicht bestehender Vorerkrankungen zu dem für Sie schonendsten Narkoseverfahren raten. Was er vielleicht nicht unbedingt erwähnen wird:
In der Anästhesie hat es im letzten Jahrzehnt enorme Fortschritte bezüglich Narkosemitteln und –verfahren gegeben; Narkosen sind inzwischen für den Patienten sehr viel besser verträglich geworden. Auch die Übelkeit nach Operationen, die früher doch recht häufig auftrat, kann heute in den meisten Fällen vermieden werden.

Der Fragebogen hilft dem Arzt bei der Planung Ihrer auf Sie persönlich zugeschnittenen Narkose. Wichtig ist deshalb, dass Sie die Fragen nach Vorerkrankungen, kürzlich durchgemachten Erkältungskrankheiten und Medikamenten möglichst genau beantworten.

Nach Befragung und körperlicher Untersuchung entscheidet Ihr Narkosearzt, welche zusätzlichen Untersuchungen erforderlich sind (u.a. Blutentnahme, Röntgenaufnahme der Lunge oder EKG). Hier beschränken wir uns gezielt auf die wirklich notwendigen Untersuchungen.


Anästhesiebezogene Abläufe

Foto: Anaesthesie Narkosevorbereitung


Am Vorabend der Operation dürfen Sie nach dem Abendessen keine feste Nahrung mehr zu sich nehmen und nach Mitternacht nicht mehr trinken. Selbstverständlich erhalten Sie auf Wunsch ein Schlafmittel für die Nacht. Am Tag der Operation nehmen Sie bitte Ihre Medikamente so ein wie zuvor mit dem Narkosearzt besprochen. Sie erhalten außerdem zur Narkosevorbereitung ein beruhigendes Medikament in Tablettenform.


Narkoseeinleitung


Im Operationssaal wird Ihnen eine Verweilkanüle an Handrücken oder Unterarm gelegt. Sie dient dazu, Ihnen das Einschlafmittel sowie alle für die Operation erforderlichen Medikamente zu verabreichen. Auch wird darüber Flüssigkeit verabreicht, die Sie vor, während und kurz nach der Operation nicht zu sich nehmen können. Während der Operation werden wichtige Körperfunktionen wie Atmung und Kreislauf fortlaufend kontrolliert. So kann das Anästhesieteam auch kleinste Veränderungen feststellen und sofort eingreifen.

 Nach der Operation


…werden Sie unter Aufsicht von Narkoseschwestern/Pflegern und –arzt schnell wieder erwachen. Falls Sie Schmerzen haben, erhalten Sie zusätzlich schmerzlindernde Medikamente.


Narkose bei Kindern

 

1. Das Aufklärungsgespräch


Der Narkosenarzt wird mit Ihnen und Ihrem Kind ein Gespräch führen das zum Ziel hat, die Operation für Ihr Kind so wenig belastend wie möglich zu gestalten. Deshalb ist es für ihn wichtig, über frühere Erkrankungen, Operationen oder auch Impfungen und kürzlich durchgemachte Erkältungskrankheiten informiert zu werden. Dabei hilft der Ihnen vorher ausgehändigte Fragebogen. Anschließend werden wir Ihr Kind gründlich körperlich untersuchen und mit Ihnen besprechen, welche zusätzlichen Untersuchungen vor der Operation notwendig sind. Insbesondere legen wir Wert darauf, eventuell überflüssige Blutentnahmen zu vermeiden.


2. Narkosevorbereitung


Vor der Operation erhält Ihr Kind auf seinem Zimmer ein beruhigendes Medikament – entweder in Form von Tropfen oder als Zäpfchen. Besser als dies trägt jedoch Ihre Anwesenheit zur Beruhigung Ihres Kindes bei. Sie können Ihr Kind auch auf der Fahrt zum Operationssaal begleiten.


3. Im Operationssaal


Im Operationssaal wird Ihrem Kind eine Verweilkanüle an Handrücken oder Unterarm gelegt. Dies ist in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden, da Ihr Kind vorher ein betäubendes Pflaster im Bereich der Vene erhalten hat. Die Verweilkanüle ist wichtig, da über sie das Einschlafmittel verabreicht wird. Auch dient sie dazu, Ihrem Kind während des Eingriffs Flüssigkeit und Salze zuzuführen.


4. Nach der Operation


Nach der Operation wird Ihr Kind wieder auf die Station gebracht. Meist wird es dann noch schlafen, da die Narkosemittel noch eine Zeitlang weiter wirken. Das ist wichtig, da sie sowohl schmerzlindernd als auch beruhigend wirken. Schön wäre es, wenn Sie es einrichten könnten, beim Aufwachen Ihres Kindes dabeizusein.

Ihr Narkosearzt wird Ihre Fragen und die Fragen Ihres Kindes ausführlich beantworten. Bitte bedenken Sie auch, dass Ihr Kind nie so gründlich und von so vielen qualifizierten Menschen überwacht wird wie in der Narkose.



Vollnarkose und Regionalanästhesie

Bei den Betäubungsverfahren unterscheidet man

  • die Vollnarkose und
  • die Regionalanästhesie.



Vollnarkose

Bei einer Vollnarkose ist der Patient für die Dauer der Operation nicht bei Bewusstsein. Da mit zunehmender Tiefe der Betäubung der Atemantrieb abnimmt, muss der Patient künstlich beatmet werden. Dies geschieht über einen Beatmungstubus oder eine Kehlkopfmaske. Nachdem Sie eingeschlafen sind, führt der Narkosearzt einen solchen Beatmungsschlauch in Ihre Luftröhre ein. Sie bemerken davon nichts.


Regionalanästhesie

Bei der Regionalanästhesie wird nur ein Nerv oder eine Gruppe von Nerven betäubt. Der Patient ist dabei wach. Auf Wunsch kann jedoch zusätzlich ein Schlafmittel gegeben werden. Sie schlafen dann nicht so fest wie bei einer Vollnarkose, so dass eine künstliche Beatmung nicht notwendig ist. Häufig durchgeführt werden Peridural- und Spinalanästhesie zur Betäubung der Beine, der Leiste und des Unterleibs sowie die Plexusanästhesie zur Operation an Armen und Händen.


Die Wahl des Narkoseverfahrens hängt von vielen Faktoren ab, u.a. von

  • Ihrem Gesundheitszustand,
  • der Dauer der Operation und 
  • dem Operationsgebiet.


So eignet sich die Regionalanästhesie besonders für Operationen an den Beinen und der Leiste. Für Eingriffe, die längere Zeit dauern, empfiehlt sich eher eine Allgemeinnarkose, da die Regionalanästhesie nur eine begrenzte Zeit wirken kann. Bei schweren Veränderungen an der Wirbelsäule sowie bei der Einnahme blutgerinnungshemmender Medikamente wird in aller Regel keine Regionalnarkose durchgeführt. 
Ihr Anästhesist wird mit Ihnen im persönlichen Gespräch das für Sie optimale Narkoseverfahren auswählen. In einigen Fällen ist sowohl eine Allgemeinnarkose als auch eine Regionalanästhesie möglich. Hier liegt dann die Entscheidung nach eingehender Beratung bei Ihnen!


Eigenblutspende und Cell-saver

In unserer Abteilung bemühen wir uns sehr, Fremdbluttransfusionen zu vermeiden. Dazu tragen Cell-saver und Eigenblutspende entscheidend bei. Der Cell-saver sammelt während der Operation im Wundgebiet verloren gegangenes Blut und bereitet es wieder auf, so dass es dem Patienten während und zum Teil auch nach dem Eingriff wieder zugeführt werden kann.

In Kooperation mit einer anderen Klinik bieten wir die Möglichkeit zur Eigenblutspende an. Einige Wochen vor der Operation wird Ihnen Blut abgenommen, dass Ihnen bei Bedarf wieder zugeführt werden kann.


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zu den Seiten der JG-Gruppe © 2006 Eduardus-Krankenhaus Köln-Deutz letzte Änderung: 20.10.2008  zum Seitenanfang