Neue
Schmerzambulanz im rechtsrheinischen Köln startet am
1. Dezember
Köln, 30. November 2006.
„Ohne
Schmerzen wäre die Gattung Mensch wahrscheinlich
schon ausgestorben. Denn Schmerzen haben eine
Warnfunktion, die uns vor schweren Verletzungen schützt“,
erklärt Dr. Susanne Wierzimok, Anästhesistin und
Schmerztherapeutin am Eduardus-Krankenhaus in Köln.
Allerdings kann sich der Schmerz auch verselbstständigen
und, losgelöst von der eigentlichen Schmerzursache,
weiter bestehen. So wird aus der Warnfunktion eine
eigenständige Krankheit: der chronische Schmerz. Schätzungsweise
sieben Millionen Menschen leiden an chronischen
Schmerzen. Den meisten kann durch eine gezielte
Schmerztherapie geholfen werden. Hilfe bieten die so
genannten Schmerzambulanzen. „Zum 1. Dezember nimmt
die Schmerzambulanz am Eduardus-Krankenhaus ihren
Betrieb auf. Damit hat nun endlich auch das
rechtsrheinische Köln eine an einem Krankenhaus
angesiedelte, von der Kassenärztlichen Vereinigung
anerkannte Schmerzambulanz“, so Dr. Wierzimok.
Der akute Schmerz schützt den Körper
vor schweren Verletzungen, indem er beispielsweise vor
zu großer Hitze warnt oder eine Verletzung anzeigt,
noch bevor diese vom Betroffenen auf andere Weise
wahrgenommen wird. Außerdem kommt dem Schmerz eine
heilende Wirkung zu, indem dieser zur Schonung führt.
Ein verstauchter Fuß bereitet beispielsweise im
Normalfall so lange Schmerzen und kann nur unter
Schmerzen belastet werden, bis die Verletzung
ausgeheilt ist. Allerdings können Schmerzen auch
chronisch werden. „Von chronischem Schmerz spricht
man immer dann, wenn dieser nach Wegfall der akuten
Ursache weiter besteht oder länger als sechs Monate
anhält“, so Dr. Wierzimok. Es hat sich dann ein so
genanntes Schmerzgedächtnis ausgebildet, welches
unabhängig von der Ursache das Schmerzempfinden
aufrecht erhält. Diese dauerhaften Schmerzen haben
sich dann zu einer eigenständigen Krankheit
entwickelt. Betroffen sein können unter anderem
Menschen mit Rückenleiden, Krebs, Gelenkerkrankungen
oder nach Amputationen.
Oftmals haben
Schmerzpatienten eine lange Leidensgeschichte hinter
sich, bis sie sich einem Arzt anvertrauen
beziehungsweise bis sie sich an einen ausgebildeten
Schmerztherapeuten wenden. Der chronische Schmerz führt
meist zu einer massiven Einbuße an Lebensqualität.
„Dabei gibt es heute gute Möglichkeiten, diesen
Patienten zu helfen, zumindest aber deutliche
Linderung zu verschaffen“, ermutigt Dr. Wierzimok
chronischen Schmerzpatienten, sich mit ihrer Situation
nicht abzufinden. Eine Schmerztherapie ist keine
isolierte Einzelmaßnahme, sondern umfasst in der
Regel mehrere Maßnahmen, die über einen längeren
Zeitraum eingesetzt werden. Wichtig ist: Je früher
die Behandlung beginnt, desto besser kann der
chronische Schmerz behandelt werden.
Schmerzambulanz am
Eduardus-Krankenhaus
Custodisstr. 3-17
50679 Köln
Telefon: 0221 8274-2214
Sprechstunde:
Montag, Dienstag und Mittwoch zwischen 8.00 und 12.00
Uhr sowie Donnerstag zwischen 13.30 und 17.30 Uhr
Herausgeber: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Eduardus-Krankenhauses gGmbH
Custodisstr. 3-17 • 50679 Köln • Tel.0221/8274-3384
Fax 0221/8274-2270 • presse@eduardus.de
|