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Schmerzambulanzen für mehr Lebensqualität  
Zum 1. Dezember nimmt die Schmerzambulanz am Kölner Eduardus-Krankenhaus ihren Betrieb auf. Aus diesem Anlass hier ein Interview mit der Anästhesistin und Leiterin der Schmerzambulanz Dr. Susanne Wierzimok

Köln, 30. November 2006

·         Wie entstand die Idee für die Schmerzambulanz?

Die Idee, eine Schmerzambulanz am Eduardus-Krankenhaus aufzubauen, existiert bereits seit 1998. Für mich persönlich entwickelte sich bereits während meiner Facharztausbildung zur Anästhesistin, damals noch an der Uniklinik Köln, die Idee, eine Schmerzambulanz zu gründen. In der Folgezeit habe ich die entsprechenden Weiterbildungen absolviert, die Prüfung vor der Ärztekammer abgelegt und den Antrag für eine Schmerzambulanz gestellt und zum 1. Dezember 2006 auch erhalten.

 

·         Wie viele Schmerzambulanzen gibt es in Köln?

In Köln gibt es rund acht niedergelassene Schmerztherapeuten. KV-zugelassene Spezielle Schmerzambulanzen an Kölner Krankenhäusern sind rar gesät: Nur an der Kölner Uniklinik gibt es eine solche Schmerzambulanz. Die KV-Zulassung ist wichtig, damit die Behandlungskosten von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden.

 

·         An welche Patienten wendet sich die Schmerzambulanz?

Jeder Patient mit chronischen Schmerzen kann sich an die Schmerzambulanz wenden. Insbesondere sind das Patienten mit Krebserkrankungen, Rücken-, Schulter- und Nackenleiden, Kopfschmerzpatienten und Menschen mit Phantomschmerzen. Wichtig ist, dass Patienten eine Überweisung von einem niedergelassenen Neurologen, Orthopäden oder Chirurgen mitbringen.

 

·         Wie sollen sich Patienten an die Schmerzambulanz wenden, um einen Termin zu erhalten?

Wie gesagt, es ist eine Überweisung von einem niedergelassenen Arzt notwendig. Dann kann jeder Patient sich telefonisch melden und einen Termin vereinbaren.

 

·         Wie sieht eine Behandlung in der Schmerzambulanz aus?

Jeder Patient bekommt nach der Vereinbarung eines Termins einen Schmerzfragebogen zugesandt. Im ersten Gespräch, welches eineinhalb bis zwei Stunden dauert, wird dieser Fragebogen ausgewertet, frühere Befunde besprochen und eine umfassende Erstuntersuchung durchgeführt. Im Anschluss wird ein Therapieplan erstellt, der mehrere Komponenten umfasst. Hierzu zählen unter anderem Krankengymnastik und Ergotherapie, psychologische Führung, medikamentöse Behandlung und Elektrotherapien. Die Dauer der Behandlung in der Schmerztherapie beträgt in der Regel zwischen sechs Monaten und zwei Jahren und findet in enger Zusammenarbeit mit dem niedergelassenen Kollegen statt.

 

·         Was kann in der Schmerzambulanz geleistet werden?

Eine Schmerztherapie erreicht in jedem Fall eine Stabilisierung der Situation des Patienten, ermöglicht diesem also ein Leben mit den Schmerzen. Wie weit die Schmerzen reduziert oder ganz beseitigt werden können, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Genau  diese Frage, was mit der Schmerztherapie im Einzelfall erreicht werden kann, wird insbesondere in dem Erstgespräch ausführlich behandelt.

 

 

Herausgeber: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Eduardus-Krankenhauses gGmbH
Custodisstr. 3-17 • 50679 Köln • Tel.0221/8274-3384 
Fax 0221/8274-2270 • presse@eduardus.de

 

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zu den Seiten der JG-Gruppe © 2006 Eduardus-Krankenhaus Köln-Deutz letzte Änderung: 20.10.2008  zum Seitenanfang