Köln, 1. August 2006
Zum 1. August 2006 übernimmt Diplom-Betriebswirt Holger
Grießbach die kaufmännische Geschäftsführung des Eduardus-Krankenhauses. Zu seinen Erfahrungen im
Gesundheitswesen, seinen Visionen für das Eduardus-Krankenhaus und seiner neuen Heimat Köln lesen Sie das
nachfolgende Interview.
Sie arbeiten seit rund einem Jahrzehnt im Gesundheitswesen. Welche Veränderungen hat das
Gesundheitswesen in dieser Zeit vollzogen?
Holger Grießbach: In diesem Zeitraum hat sich das
Gesundheitswesen insgesamt, vor allem aber die Situation
der Krankenhäuser, erheblich verändert. Zunächst ist
festzustellen, dass sich die Möglichkeiten der medizinischen
Versorgung und damit die Leistungsfähigkeit des Gesundheitswesens insgesamt erheblich verbessert haben.
Während die Zahl der Patienten stark angestiegen ist, haben
in den Krankenhäusern eine gleichzeitige Verkürzung der
Verweildauern und eine zunehmende Verlagerung von Leistungen vom stationären in den ambulanten Bereich zu
einem deutlichen Rückgang der Auslastung geführt. Auch
weil die Finanzierung mit der Leistungsentwicklung aber
nicht Schritt gehalten hat, befindet sich eine wachsende Zahl
von Krankenhäusern, Rehakliniken und niedergelassenen
Ärzten inzwischen in ernsten wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Die zunehmende Belastung der Medizin mit
bürokratischen Auflagen hat außerdem für viele Beschäftigte
im Gesundheitswesen zu einer erheblichen zusätzlichen
Belastung geführt.
Was ist für Sie das Besondere an einer Tätigkeit im
Gesundheitswesen?
Holger Grießbach: Zunächst einmal dient jede Tätigkeit im
Gesundheitswesen letztendlich der Versorgung von kranken
Menschen, die in unterschiedlicher Weise hilfebedürftig sind
und ist schon deshalb eine wichtige und lohnende Aufgabe.
Wie bereits angesprochen, befindet sich das deutsche Gesundheitswesen seit einigen Jahren in einem
tiefgreifenden Veränderungsprozess, der nach Auffassung
der meisten Beteiligten noch lange nicht beendet ist. Die
Arbeit in diesem Bereich ist daher mit vielen Neuerungen
und Herausforderungen verbunden und deshalb nach meiner Auffassung auch sehr abwechslungsreich und
interessant, allerdings keineswegs immer einfach. Zukünftig
wird sich das Gesundheitswesen nach meiner Überzeugung
noch stärker auf übergreifende Organisationsstrukturen
ausrichten, die die gesamte Behandlungskette von der Arztpraxis über das Akutkrankenhaus und die Rehaklinik bis
zum Pflegeheim beinhalten können. Das Krankenhaus steht
im Zentrum dieses Prozesses und wird daher auch künftig
sehr interessante Perspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten bieten.
Was waren die Schwerpunkte Ihrer Arbeit in Ihrer letzten
Position als Verwaltungsdirektor im Sana Krankenhausverbund Nordbrandenburg?
Holger Grießbach: Bei meiner Arbeit für den Sana-Krankenhausverbund Nordbrandenburg habe ich mich
zuletzt vor allem mit der wirtschaftlichen Stabilisierung von
zwei Krankenhäusern der Grundversorgung beschäftigt.
Dabei bildeten die Verbesserung einer stark rückläufigen
Belegungssituation, die Umsetzung von Leistungsstruktur-
und Budgetveränderungen sowie von Maßnahmen zur Kostensenkung die wesentlichen Schwerpunkte meiner
Tätigkeit. Zusätzlich habe ich mich in nicht geringem Umfang
mit der Finanzierung und Durchführung von Baumaßnahmen
befasst.
Was sind Ihre Ziele für das Eduardus-Krankenhaus?
Holger Grießbach: Das Eduardus-Krankenhaus verfügt über
ein profiliertes Leistungsspektrum und eine hohe Akzeptanz
bei Patienten und niedergelassenen Ärzten. Dies zu sichern
und auszubauen, wird meine vorrangige Aufgabe sein. In
diesen Zusammenhang gehören auch Fragen der künftigen
baulichen Gestaltung des Krankenhauses und der Nebenbereiche. Eine zusätzliche Aufgabe sehe ich in der
Weiterentwicklung des ambulanten Reha-Angebots. Die langfristige Sicherung der Wirtschaftlichkeit des
Krankenhausbetriebs stellt sich dabei - wie in anderen
Krankenhäusern auch - als ergänzende Daueraufgabe.
Was reizt Sie an der Aufgabe, die Sie im Eduardus-Krankenhaus erwartet?
Holger Grießbach: Während meiner beruflichen Tätigkeit im
Gesundheitswesen habe ich Erfahrungen sowohl in Akutkrankenhäusern als auch in Rehakliniken sammeln
können und dabei vielfältige Aufgabenbereiche kennen
gelernt. Diese Erfahrungen lassen sich nach meiner Überzeugung gerade im Eduardus-Krankenhaus mit dem
sehr spezifischen Leistungsangebot besonders sinnvoll einsetzen. Natürlich ist auch die Aussicht, für ein so
bekanntes und profiliertes Haus zu arbeiten, sehr interessant
und reizvoll.
Was reizt Sie an Ihrer neuen Heimat Köln?
Holger Grießbach: Ich glaube, dass Köln sowohl ein
vielseitiges Kultur- und Freizeitangebot als auch eine
interessante und reizvolle Umgebung bietet und hoffe deshalb, dass mir meine Tätigkeit auch gestattet, diese
Möglichkeiten zu entdecken und zu nutzen. Außerdem würde ich mich gerne auch in Zukunft sportlich betätigen,
schon damit der nötige Ausgleich zum Beruf nicht zu kurz
kommt.
Herausgeber: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Eduardus-Krankenhauses gGmbH - Custodisstr. 3-17 -
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