19.07.17 11:44 Alter: 66 days
Kategorie: Eduardus-Krankenhaus Pressemitteilungen
19.07.17

Mit Hätz un Jemöt: Andreas Mertens geht nach 35 Jahren in den Ruhestand.

Ääpelschlot un Woosch: Herzlich und deftig wurde der ehemaliger Schulleiter der Gesundheits- und Krankenpflegeschule im Eduardus-Krankenhaus am 7. Juli 2017 verabschiedet


Mit Hätz un Jemöt - Andreas Mertens verabschiedet sich in den Ruhestand

Mit einer großen Jubiläums- und Abschiedsfeier feierte das Eduardus-Krankenhaus die wegweisenden Leistungen von Andreas Mertens, der 1982 als Lehrer für Pflegeberufe und als ständiger Vertreter der leitenden Unterrichtsschwester ins Eduardus-Krankenhaus kam.
Dr. Frauke Hartung, Oberin der DRK Schwesternschaft e.V., zeichnete ihn für seine zukunftsorientierten Impulse als Mensch und Lehrer aus. Andreas Mertens war 1982 der zweite Mann in leitender Position innerhalb der Schwesternschaft. 1992 übernahm er die Schulleitung.
Holger Grießbach, Geschäftsführer des Eduardus-Krankenhauses würdigte den Ausbau der Gesundheits- und Krankenpflegeschule durch Andreas Mertens. Von 1992 bis 2012 führte er mit großer Fachkompetenz, wirtschaftlichem Können und  viel Hätz un Jemöt die Schule zu einer der beliebtesten, innovativsten und angesehensten Krankenpflegeschulen in Köln. So war sie zum Beispiel einer der ersten Krankenpflegeschulen, die bei der praktischen Ausbildung das Mentorensystem implementierten.

Herzlich und gefühlvoll waren auch die Reden der Kollegen, die klar zum Ausdruck brachten: Andreas Mertens ist ein kölsches Urgestein, der mit dieser typischen Mischung aus Herz und Know-How Generationen von Pflegeschülern geprägt und auf den Weg gebracht hat. Eines der Higlights war dann auch die Aufführung des Schülerorchesters, die zu der Melodie „Applaus, Applaus / Für deine Worte / Mein Herz geht auf / Wenn du lachst!…“ (Musikgruppe Sportfreunde Stiller) einen Text vortrugen, der seine besonderen Verdienste um Hygienestandards „besang". Die Worte der Schüler rührten so manchen unter den Gästen zu Tränen.

Essen hält Leib und Seele zusammen: Ääpelschlot un Woosch, das Lieblingsessen von Andreas Mertens, sorgte nach den gemütvollen Reden und Aufführungen dafür, dass der deftige und handfeste Teil der Verabschiedung beginnen konnte. In lockerer und humorvoller Atmosphäre plauderten Ehemalige, Kollegen, Gäste und Neulinge der Schule bis in die späten Nachmittagsstunden.

Andreas Mertens absolvierte von 1974 bis 1977 die Ausbildung zum examinierten Krankenpfleger
im Hildegardis-Krankenhaus in Köln. 1981 besuchte er die Caritas-Akademie in Köln, um Lehrer für Pflegeberufe zu werden. Eigentlich wollte er danach: "... wieder zu seinen Nönnchen ins Hildegardis ..." zurückkehren. Er machte jedoch ein Praktikum im Eduardus-Krankenhaus und er verstand sich so gut mit der damaligen Leiterin der Schule, Gerda Riebandt, dass er im Eduardus-Krankenhaus blieb. Unter den damaligen Schülern der Krankenpflegeschule gab es den Spruch: „Die beiden verstehen sich wie ein altes Ehepaar". Diese einheitliche zielführende „Linie" in der Führung der Pflegeschule führte dazu, dass Andreas Mertens mit Unterstützung der damaligen Oberin Ute Nedden (DRK Schwesternschaft Bonn e.V.) als Stellvertreter der Schulleitung im Eduardus-Krankenhaus etabliert wurde. Er war der zweite Mann in leitender Position in einem frauendominierten Unternehmen. Oberin Ute Nedden räumte mit den Worten: "Herr Mertens macht das schon!"  die Bedenken der Kolleginnen aus und sie behielt Recht damit, wie seine berufliche Laufbahn beweist.

Was für seine berufliche Karriere galt, soll nun auch für sein zukünftiges Leben im Ruhestand gelten:
„Der Andreas macht das schon!" Lieber Andreas, wir wünschen dir eine kölsche Zukunft mit Hätz un Jemöt!