25.01.18 11:04 Alter: 85 days
Kategorie: Top News
25.01.18

Köln schläft schlecht - Schlafmedizin im Eduardus-Krankenhaus

Die DAK-Gesundheit präsentierte am 23. Januar ihren aktuellen Gesundheitsreport. Neben regionalen Daten zum Krankenstand lag der Schwerpunkt auf dem Thema: „Köln schläft schlecht – ein unterschätztes Problem“. Das Eduardus-Krankenhaus mit seinem Zentrum für Schlafmedizin und Beatmung begleitete die Pressekonferenz als Gastgeber mit fachlichem Hintergrund. Die Chefärzte des Zentrums, Dr. med. Klaus Brombach und Dr. med. Ulrich Giebisch, kommentierten den Vortrag und beantworteten Fragen rund um die Schlafstörung. Der WDR filmte ein Therapiegespräch mit Dr. Giebisch im Schlaflabor für die WDR Lokalzeit. Dr. Brombach war Gast im Lokalzeit-Studio. Zu sehen ist die Sendung auf: www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-koeln/video-lokalzeit-aus-koeln-1524.html


Das Kamerateam des WDR im Zentrum für Schlafmedizin und Beatmung im Eduardus-Krankenhaus in Köln-Deutz.

Tagesmüdigkeit und Schlafprobleme sind weit verbreitet. In NRW klagen 44% aller Befragten darüber „ziemlich oft oder immer müde“ zu sein. 18% schlafen weniger als 5 Stunden pro Nacht und 35% berichten über Ein- oder Durchschlafprobleme 3 mal pro Woche oder häufiger. Dies ist ein alarmierendes Zeichen und ein unterschätztes Problem bei Arbeitsunfällen, erklärten die beiden Schlafmediziner Dr. med. Klaus Brombach und Dr. med. Ulrich Giebisch. Der Schlaf ist immens wichtig für die Regenerationsfähigkeit und Resilienz des Körpers. Andauernder Schlafmangel sowie das „Schlafapnoe-Syndrom“ (Atemaussetzer während des Schlafes) kann zu Bluthochdruck, Depressionen und Kreislaufstörungen (Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen) führen und die Entwicklung einer Demenz oder eines Diabetes begünstigen.

 

Menschen mit Schlafstörungen finden immer öfter den Weg zum Arzt. „Dies ist eine gute Entwicklung, denn das Bewusstsein des Menschen für die eigenen Schlafprobleme ermöglicht schon den ersten Schritt zur Heilung“, führt Dr. Brombach aus. Schon der Hausarzt kann mit leicht erlernbaren Verhaltensregeln zum Thema Schlaf helfen. Bei tiefer sitzenden gesundheitlichen Ursachen kann dann der Facharzt eine Lösung finden. Die Schlafapnoe ist zum Beispiel eine solche gesundheitliche Beeinträchtigung, die einer Abklärung im Schlaflabor bedarf. Das symptomatische Bild: Viele Menschen wundern sich, dass sie trotz gefühlt langem Schlaf nicht erholt aufwachen und sich müde und zerschlagen durch den Tag schleppen. Häufig wird vom Bettnachbar über lautes unregelmäßiges Schnarchen - unterbrochen von Atempausen - berichtet. Diese typischen Anzeichen können ambulant oder stationär in einem Schlaflabor abgeklärt werden. „Verhaltensregeln zu einem gesunden Schlaf sowie insbesondere eine Schlafmaske oder eine Unterkieferschiene können den Leidensweg schnell beenden und zu einem erholsamen Schlaf und zu leistungsfähigeren Tagesaktivitäten führen“, berichtet Dr. Giebisch.

 

Seit vielen Jahren ist die Schlafmedizin ein eigenständiges Fachgebiet, in dem gerade bei der Diagnose und der Therapie der Schlafapnoe erfolgreiche integrative und leistungsfähige Behandlungskonzepte entwickelt wurden. Diese Konzepte in der Schlafmedizin bieten noch erhebliches Potential für eine noch wirksamere Behandlung und Unterstützung der Patienten. Künftig könnten so Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen gemeinsam eine optimale Patientenversorgung sicherstellen.


Kontakt:

Zentrum für Schlafmedizin und Beatmung
Dr. med. Klaus Brombach, Dr. med. Ulrich Giebisch
Eduardus-Krankenhaus,
Custodisstr. 3-17, 50679 Köln

 

0221/8274-2295
k.brombach(at)eduardus.de
u.giebisch(at)eduardus.de



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